FALKE Rothaarsteig Marathon 2016

Falke Rothaarsteig Marathon 2016

Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber dennoch m√∂chte ich euch meinen Race-Report zum FALKE Rothaarsteig Marathon nicht vorenthalten.¬†Nach meiner Teilnahme am Burgwald Marathon Ende August,¬†versp√ľrte ich gro√üe Lust, dieses Jahr noch einen weiteren Trail Marathon zu laufen. Wie schnell man doch die Qualen vergisst…

Gl√ľcklicherweise musste ich Mitte Oktober nicht mehr¬†mit Temperaturen um die 40 Grad rechnen,¬†daf√ľr aber mit insgesamt 838 H√∂henmetern. Ich bin knackige Anstiege zwar durchaus gewohnt, aber das Sauerland ist dann doch noch einmal eine andere Hausnummer. Nach den ersten lockeren drei Kilometern ging es steil bergauf. Es galt knapp 150 H√∂henmeter auf nur¬†zwei Kilometern L√§nge zu bew√§ltigen und nach einem kurzen Gef√§lle folgte¬†auch schon wieder der n√§chste Anstieg.

Die Berge waren in dichten Nebel geh√ľllt und es nieselte leicht aber best√§ndig. Das tat dem Spa√ü jedoch¬†keinen Abbruch. Ich genoss es sogar richtig und freute mich wie ein kleines Kind √ľber die vielen Single Trails auf der Marathonstrecke. Ich h√§tte so gerne Fotos geschossen oder gar gefilmt, aber dazu¬†br√§uchte es¬†wohl eine geeignete Actioncam. Dankenswerterweise findet sich¬†jedoch ausreichend¬†Bildmaterial auf der Website sowie der offiziellen Facebook-Seite des FALKE Rothaarsteig Marathons.

Nach knapp 17 Kilometern trafen sich die Wege der Marathonis und der Halbmarathonis. Psychologisch fand ich das ehrlich gesagt nicht sehr erbaulich. Erstgenannte waren schließlich noch viel frischer, hatten erst etwa sechs Kilometer in den Beinen und deutlich weniger Strecke vor sich als unsereiner.

Zur H√§lfte des Rennens f√ľhlte ich mich noch ganz passabel,¬†es wurde jedoch zunehmend einsamer auf der Strecke. Die drei L√§ufer, mit denen ich zuvor zusammen gelaufen war, musste ich an einer Verpflegungsstation ziehen lassen¬†(Ich brauchte einfach etwas l√§nger, um meinen trockenen Riegel zu essen). Jetzt h√§tte ich mir dann doch¬†etwas musikalische Untermalung gew√ľnscht.

Als ich mich an einem Anstieg sichtlich¬†qu√§len musste, rief mir ein Streckenposten aufmunternd zu: „Das war¬†jetzt der letzte echte Anstieg.“ Glauben mochte ich ihm das indes nicht, schlie√ülich hatte ich noch knapp 15 Kilometer vor mir.¬†Erst wenige Kilometer vor dem Ziel wurde mir bewusst, dass er tats√§chlich¬†nicht zu viel versprochen hatte. Wobei mir die Bew√§ltigung¬†des Gef√§lles¬†nun auch nicht nennenswert¬†leichter fiel.

Manche Läufer mögen das vielleicht als willkommene Erholung betrachten, ich laufe aber tatsächlich lieber bergauf als bergab. Je steiler das Gefälle, desto unangenehmer empfinde ich es. Und hier ging es wirklich ganz schön steil bergab. Mal wieder sehnte ich die Ziellinie herbei, aber davon kommt diese erfahrungsgemäß auch nicht näher. Die letzten Kilometer waren also gewohnt hart.

Erst als ich die Trommeln im Zielbereich aus der Ferne vernahm, gab mir das noch einmal etwas Auftrieb. Ich √ľberquerte die Ziellinie schlie√ülich nach 3:44:50 Stunden (Netto: 3:44:41). Angesichts von 838 H√∂henmetern, konnte ich mit dieser Zeit durchaus zufrieden sein.

Unterm Strich¬†war der Rothaarsteig Marathon¬†richtig geil. Die Strecke ist selbst bei schlechtem Herbstwetter einfach nur genial, der Lauf ist hervorragend¬†organisiert und f√ľr ein schmales Startgeld von 32 Euro bekam man¬†dieses Mal sogar noch ein T-Shirt von Sponsor FALKE im Wert von 45 Euro geschenkt.¬†Sollte¬†ich die beschwerlichen¬†Anstiege bis zum n√§chsten Oktober¬†verdr√§ngt haben – was sehr wahrscheinlich ist – werde ich bestimmt¬†wiederkommen.

Gerne hätte ich euch ein paar schöne Fotos von der Strecke präsentiert, aber beim Laufen habe ich wirklich keine Muße, um zwischendurch auch noch Fotos zu schießen. Ich möchte an dieser Stelle aber auf den unten verlinkten Imagefilm des FALKE Rothaarsteig Marathons verweisen.

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