Im Test: Polar A360 Fitnesstracker – Part II (Review)

Polar A360 schwarz
Bildquelle: polar.com

Anfang Dezember erhielt ich den Polar A360 Fitnesstracker von der Achim Achilles Redaktion. Im Hands-on fremdelte ich ziemlich mit dem Wearable. Das Setup geriet zu einer mittelschweren Katastrophe und auch das manuelle Synchronisieren des A360 mit der Polar Flow App war ein langwieriges, aber leider notwendiges Übel. In den vergangenen sechs Wochen habe ich den A360 nun einem ausführlichen Praxistest unterzogen und ihn phasenweise nur zum Aufladen abgelegt.

Datensynchronisation und Polar Flow App

Am A360 selbst lassen sich jederzeit die wichtigsten Daten abfragen (Uhrzeit, Anzahl der Schritte, zurückgelegte Distanz, Kalorienverbrauch und Tagesaktivität in Prozent). Für mehr Details wird die Polar Flow App benötigt. Hier kann man einsehen, wie viele Stunden man im Liegen, Sitzen und Stehen verbracht, wie lange man sich bewegt und wie lange man trainiert hat. Dabei lässt sich auch nachvollziehen, zu welcher Uhrzeit man was gemacht hat. Sofern der A360 auch über Nacht getragen wurde, sind außerdem Infos zum Schlafverhalten abrufbar.

Polar A360 Training

In den ersten Wochen war die ganze Kommunikation zwischen A360 und Flow App ein einziger K(r)ampf. Wollte man die oben erwähnten Infos sehen, musste man die Synchronisation via Bluetooth Low Energy zunächst am A360 einleiten. Das war nicht nur nervig, der Vorgang dauerte mit ca. 50 Sekunden auch eine gefühlte Ewigkeit. Darüber hinaus musste man sich beim Öffnen der Flow App jedes Mal neu einloggen. Glücklicherweise hat Polar hier durch Updates mittlerweile Abhilfe geschaffen. Der A360 synchronisiert nun sehr nutzerfreundlich im Hintergrund, sofern das Smartphone in Reichweite ist. So ist die Flow App nun fast immer auf dem neusten Stand. Genau das hatte ich von Beginn an von einem smarten Fitnesstracker erwartet.

Der A360 im Alltag

Es mag vielleicht etwas banal klingen, aber eine meiner Lieblingsfunktionen des A360 ist die Zeitanzeige. Das liegt vermutlich daran, dass ich seit vielen Jahren keine Uhr mehr getragen habe. Um die Zeitanzeige zu aktivieren, hebe ich einfach den Arm und neige das Handgelenk leicht zu mir. In der Regel leuchtet das Display dann umgehend auf. Das gefällt.

Auch Smart Notifications und Inaktivitätsalarm sind nette Features. Durch ein sanftes Vibrieren signalisiert der A360 den Eingang von Benachrichtigungen. Sogar eine kurze Vorschau wird angezeigt, so weiß man direkt, um was es sich handelt (Mail, SMS, Whatsapp, Kalendereintrag, News usw.) und worum es geht. Überdies können Anrufe direkt am A360 angenommen oder abgelehnt werden (dabei fungiert der A360 jedoch nicht als Freisprecheinrichtung). Leider erscheinen die Smart Notifications nur für wenige Sekunden im Display. Sofern man in dieser kurzen Zeitspanne nicht reagiert, ist die jeweilige Nachricht erst wieder beim Eingang der nächsten Notification abrufbar.

Der Inaktivitätsalarm erinnert den Träger nach einer Stunde konstantem Sitzen daran, sich mal wieder zu bewegen. Natürlich kann man dieser Aufforderung nicht unbedingt immer und überall nachkommen, aber dennoch halte ich den Inaktivitätsalarm für eine gute und sicherlich auch sinnvolle Funktion. Immerhin gilt langes Sitzen als äußerst schädlich für das Herz-Kreislauf-System.

Ich muss gestehen, dass ich um die vom A360 erfassten Aktivitätsdaten schon bald nichts mehr gegeben habe, da es sich bei den gemessenen Werten im Grunde lediglich um wenig aussagekräftige Schätzwerte handelt (näheres dazu im nächsten Absatz). Nichtsdestotrotz war ich stets daran interessiert, meinem täglichen Aktivitätsziel (siehe Bilder unten) so nahe wie möglich zu kommen. So bin ich an weniger aktiven Tagen des Öfteren abends noch mal eine Runde um den Block gegangen, um zumindest noch ein paar Prozentpunkte mehr Aktivität auf die Anzeige zu zaubern.

Polar Flow App Screenshots

Was und wie genau misst der A360?

Ein Aktivitätstracker steht zwangsläufig vor einer großen Herausforderung: Wie kann man Aktivität am Handgelenk messen? Wenn ich beispielsweise den Abwasch mache, bewege ich zwar meine Arme, bin also aktiv, aber ich bewege mich nicht vom Fleck. Beim Radfahren verhält es sich dagegen genau umgekehrt, ich lege Distanz zurück, bewege die Arme dabei aber nicht.

Fälschlicherweise registriert der A360 beim Abwasch jedoch nicht nur Schritte, sondern auch Distanz. Beim Radfahren dagegen wird beides nur unzureichend erfasst, sodass die gemessenen Werte deutlich unter der tatsächlich erbrachten Leistung liegen. Insofern stellt sich unweigerlich die Frage nach der Sinnhaftigkeit und Aussagekraft der Messwerte.

Wirklich präzise funktioniert die (Distanz-)Messung nur beim klassischen Gehen. 400 Meter Gehen auf der Bahn, entsprachen tatsächlich einer gemessenen Distanz von 400 Metern beim Fitnesstracker. Dabei macht es nicht einmal einen Unterschied, ob man die Arme mit der normalen Gehbewegung mitschwingt oder aber die Hände in den Taschen vergräbt. Das hat mich positiv überrascht, zumal der A360 auf kein GPS-Signal zurückgreifen kann.

Ansonsten habe ich mich aber statt an den MessSchätzwerten lieber an dem deutlich abstrakteren Aktivitätsziel orientiert. Dieses wird anhand eines Bewegungsprofils berechnet, das man in der Flow App auswählen kann (siehe Bild unten).

Polar Flow tägliches Aktivitätsziel

Wie nah ich meinem täglichen Aktivitätsziel bin, zeigt ein Statusbalken im unteren Bildschirmbereich an, der bei jeder Displayaktivierung erscheint. Unter dem Menüpunkt „Mein Tag“ sowie in der Flow App wird außerdem angezeigt, wie viel Prozent des täglichen Aktivitätsziels bereits erreicht wurden (siehe Bilder oben).

Pulssensor

Polar hat dem A360 auch einen optischen Pulssensor spendiert. In diese Funktion hatte ich große Hoffnungen gesetzt, doch leider konnten diese bisher nicht erfüllt werden. Um zu überprüfen, wie akkurat die Pulsmessung des A360 ist, habe ich bei meinen Aktivitäten parallel einen Polar H7 Pulssensor getragen. Dieser misst die Herzfrequenz mittels Elektroden am Brustkorb EKG-genau.

Im Ruhebereich liegen beide Pulssensoren i. d. R. gleichauf. Doch sobald ich ein paar Mal den Hampelmann mache, weichen die Werte sehr stark voneinander ab. Dabei konnte ich nicht einmal eine Regelmäßigkeit ausmachen. Mal lag der A360 über, mal unter den tatsächlichen Werten. Als ich die Werte z. B. mal unmittelbar nach einem Lauf miteinander verglichen habe, zeigte der A360 einen Puls von 50-60 an, der Brustgurt aber erfasste ca. 100 Schläge. Diese Diskrepanz kam mir so hoch vor, dass ich meinen Puls kurzerhand erfühlte. Nach 15 Sekunden war mir klar, dass der A360 meilenweit daneben lag. Erst einige Minuten später glich sich die Anzeige des A360 dem tatsächlichen Pulswert wieder an. Ich würde den Sensor daher als träge und unpräzise bezeichnen.

Trainings-Performance

Besonders gefreut hatte ich mich darauf, den Polar A360 beim Laufen einzusetzen. Endlich hätte ich Distanz, Pace und Herzfrequenz bei Bedarf immer im Blick. Leider musste ich jedoch feststellen, dass der A360 die Distanz ausgerechnet beim Laufen nicht erfasst. Dabei ist die Distanz so ziemlich der wichtigste Messwert beim Laufen. Nur so lassen sich andere Daten, wie Pace und Geschwindigkeit, berechnen. All das kann der A360 also nicht. Er zeigt mir während des Trainings lediglich Puls(bereich), Dauer, Kalorienverbrauch und Uhrzeit an. Als wäre der Kalorienverbrauch wichtiger als die zurückgelegte Distanz…

Für mich ist die fehlende Distanz-/Paceanzeige ein absolutes K.O.-Kriterium. Ohne dies ist der Fitnesstracker beim Laufen praktisch wertlos, zumal auch die zweite Key-Funktion – die Pulsmessung – in der Praxis versagt. Bei meinen Läufen stellte ich immer wieder fest, dass die vom A360 angezeigten Pulswerte in der Spitze deutlich unter meiner tatsächlichen Herzfrequenz lagen. Als ich mich z. B. an einem steilen Anstieg im Maximalpulsbereich (ca. 180+ BPM) bewegte, zeigte der A360 lächerliche 166 Schläge an und als ich mich auf dem Plateau angekommen schon wieder erholte, kletterte die Anzeige dann sogar noch auf 170 BPM.

Das Erstaunliche ist, dass die Durchschnitts- und Maximalwerte von A360 und H7 Pulsgurt häufig eine hohe Übereinstimmung aufweisen. Bei einem Intervalltraining mit 1.000 Meter Intervallen erfasste der A360 einen Maximalpuls von 177 BPM (H7: 180 BPM) und einen Durchschnittswert von 150 BPM (H7: 153 BPM). Auf den ersten Blick sieht das nach einer ziemlich hohen Übereinstimmung aus. Vergleicht man jedoch die beiden Herzlinien miteinander, so fällt auf, dass die des A360 deutlich zackiger (sprunghafter) ist als die des H7 Pulsgurtes. Und vergleicht man einzelne Werte miteinander, so sticht eine hohe Abweichung in den Extremen ins Auge.

Herzfrequenz Polar A360 und Polar H7 im Vergleich
Herzlinien von Polar A360 (links, aus Polar Flow) und Polar H7 (rechts, aus Runtastic) beim Intervalltraining.

Die Maximalabweichung im oberen wie unteren Pulsbereich betrug bei meinem Intervalllauf jeweils exakt 19 Schläge. Das entspricht einer Abweichung von bis zu 15 Prozent. Das ist deutlich zu viel. Im Grunde kann ich meinen Puls sogar präziser schätzen, als der A360 ihn zu messen vermag. Und das ist dann wohl ein ziemlich vernichtendes Urteil.

Zur Veranschaulichung der Messunterschiede, habe ich einige Werte meines Intervalltrainings in eine Excel-Tabelle eingetragen und ein Diagramm erstellt.

Polar A360 Pulsmessung Vergleich mit Polar H7
Das Diagramm zeigt den Trainingsbeginn sowie die ersten beiden 1.000 Meter Intervalle (im Maximalpulsbereich) mit anschließenden kurzen Erholungsphasen. Insgesamt bildet die Grafik 31 Minuten ab. Für die beiden Messspitzen habe ich jeweils einen Bereich von 4:15 Min. Dauer (14:30-18:45 Min. und 22:40-26:55 Min.) mit je 21 Messpunkten gewählt.

Und es gibt durchaus noch mehr Anlass zur Kritik. So steht die zuvor löblich erwähnte Funktion der Smart Notifications während des Trainings nicht zur Verfügung. Dabei macht es doch gerade dann Sinn, da man das Smartphone nicht mal so eben griffbereit hat. Anhand der Smart Notifications wüsste man dagegen, ob es sich womöglich um eine wichtige Nachricht oder gar einen wichtigen Anruf handelt. Zumindest sollte es m. E. dem Nutzer überlassen werden, ob er Smart Notifications während des Trainings deaktivieren möchte oder nicht.

Fazit

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bin ich doch recht enttäuscht vom Polar A360. Anfangs ist es sicherlich ganz interessant, mal zu erfahren, wie aktiv man so im Alltag ist und wie viele Stunden man im Sitzen verbringt. An derartigen Infos verliert man aber irgendwie auch schnell wieder das Interesse. Das trifft insbesondere auf die Aktivitätsdaten (Schritte, Distanz, Kalorienverbrauch) zu, da diese ohnehin nicht sonderlich präzise sind. Wie erwähnt sind Schritte keine echten Schritte und speziell Aktivitäten, bei denen man die Arme kaum bewegt (z. B. Radfahren, Core-Training, Yoga usw.) können vom Tracker praktisch gar nicht erfasst werden.

Nichtsdestotrotz motiviert mich der Tracker, noch aktiver zu sein und nach Möglichkeit nicht zu lange am Stück im Sitzen zu verbringen. Von daher habe ich schon den Eindruck, dass Fitnesstracker den Träger zu einem bewussteren und gesünderen Lebensstil motivieren können.

Der Polar A360 kann aber noch mehr, als nur die Aktivität zu tracken. Zeitanzeige und Smart Notifications sind zwar keine echten Killer-Features, aber allemal schön zu haben. Und es sind definitiv die Funktionen, die mich dazu bewegen, den A360 tatsächlich täglich zu tragen. Lobenswert zu erwähnen ist auch die Akkulaufzeit. Mit einer Ladung komme ich so ca. 5-7 Tage aus.

Enttäuscht bin ich dagegen von der Trainingsfunktion und der Pulsmessung. Diese sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt völlig unbrauchbar. Ein Fitnesstracker, der beim Laufen nicht einmal die Distanz erfasst, ist m. E. wertlos. Wozu sollte ich ihn denn sonst benötigen? Vielleicht zur Überwachung meiner Herzfrequenz während des Trainings. Die vom A360 erfassten Pulswerte weichen jedoch so stark von der tatsächlichen Herzfrequenz ab (im Test bis zu 15 Prozent), dass ich meinen Puls sogar präziser schätzen kann. Zwar könnte ich den A360 via Bluetooth mit dem Polar H7 Pulssensor koppeln und bekäme dann eine verlässliche Herzfrequenz angezeigt, aber dann wäre der interne Pulssensor des A360 ja irgendwie obsolet.

Interessanterweise habe ich kürzlich auf der Hersteller-Website erfahren, dass Polar an exakt diesen von mir erwähnten Kritikpunkten arbeitet. So verspricht Polar, dass der A360 in Zukunft auch beim Laufen die zurückgelegte Distanz erfassen sowie Pace und Geschwindigkeit berechnen soll. Darüber hinaus wird an der Präzisierung des Pulssensors gearbeitet. Sollten diese Dinge durch zukünftige Updates tatsächlich korrigiert werden, so könnte der A360 womöglich doch noch zu einem richtig coolen Wearable avancieren.

Ich bin gespannt und werde euch natürlich auf dem Laufenden halten. Unterm Strich reicht es für den Polar A360 zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch nur zur Gesamtnote 3-, da er ausgerechnet in den beiden Disziplinen (Pulsmessung + Lauftracking) versagt, die für mich als Läufer von größter Bedeutung sind.

 

Produkttyp Aktivitätstracker
Gehäuse 23,5 x 40 x 13,5 mm
Display 80 x 160 Pixel (RGB)
Gewicht 34 g
Konnektivität Bluetooth Smart, Micro-USB
Kompatibilität Polar Flow (für iOS & Android) & PolarSync (macOs & Windows)
Funktionen Aktivitätstracking, Inaktivitätsalarm, Smart Notifications, Herzfrequenzmessung
Preis ca. 145 Euro (Stand: August 2016)

Pros

  • Farbdisplay
  • Zeitanzeige
  • Smart Notifications
  • Inaktivitätsalarm
  • tägliches Aktivitätsziel
  • präzise Distanzmessung beim Gehen
  • hoher Tragekomfort
  • lange Akkulaufzeit
  • wasserdicht

Cons

  • Pulsmessung nur im Ruhebereich zuverlässig
  • keine Distanz- und Pace-Anzeige beim Laufen
  • keine Smart Notifications während d. Trainings
  • kein GPS
  • ungenaue Messwerte
  • kein kabelloses Laden
  • Armband wird an den Ecken speckig
  • Tracker passt nicht perfekt ins Armband

Gesamtnote

3,5

Bisher veröffentliche Posts zum Polar A360:

16 Kommentare

  1. Hallo!
    Der Post ist super! Ich selbst besitze seit einigen Monaten die Polar ft4 (optisch nicht so schön, aber super zum trainieren) und wüsste nicht, wie ich mein Training ohne dem Tracker durchziehen sollte. Mich spornt es auch an, meinen Puls am Laufband zu sehen, generell zu sehen, wie sehr ich mich angestrengt habe. Kaum Ein Tracker misst die Herzfrequenz ohne Brustgurt verlässlich, das ist leider so. Viele schwärmen aber von der Fitbit charge hr, die soll recht gut sein und den Puls ziemlich genau messen – auch ohne Gurt. Die fitbit blaze kommt auch bald raus – hat aber auch einen hohen Preis.

    Liebe Grüße,
    brunettemanners

    1. hallo tamey,
      ich bin da ehrlich gesagt etwas skeptisch, was optische pulssensoren betrifft. das funktioniert zwar schon mit der kameralinse und entsprechenden apps mit dem smartphone erstaunlich gut, aber eben auch nur im ruhebereich. die wirkliche herausforderung sind aber die extreme. viele behaupten auch, die apple watch würde den puls präzise messen… ich glaube es erst, wenn ich es selbst getestet habe. 😀

      fitbit blaze ist übrigens ein guter tipp, danke dafür! schon recht teuer, das stimmt schon, aber der polar a360 kostet auch schon stolze 199 euro und der hat kein gps an bord und leider die oben aufgeführten mängel.

  2. Hi,
    bin auch eine Besitzerin von Polar A360. Hindert mir leider diese Licht auf Nacht bei tragen. Kann man es irgendwie umstellen dass es nicht immer wieder bei jeder Bewegung im schlaf leuchte ��? Wie eine Birne… ��
    Und noch was.. Das wäre die Polar Flow app. Zur Verfügung stehen mehrere Sprachen zum Auswahl trotzdem Funktioniert irgendwie bei mir nicht die Deutsch. Obwohl im Einstellung steht bereit Deutsch alles andere ist in Englisch. Hilfe, hat schon jemand damit erfahrung? Bitte um Antworten. Danke euch

    1. hallo bibiana,
      für deine probleme gibt es einfache lösungen. die gerätesprache des a360 kannst du in der polar flow app einstellen (einstellungen -> produktinformationen -> gerätesprache). anschließend musst du die einstellungen durch synchronisieren übernehmen.

      auch für die displaybeleuchtung gibt es eine einfache lösung für die nacht. wenn du den seitlichen knopf ungefähr 3-5 sekunden gedrückt hältst, gelangst du ins menü. wähle dort den zweiten menüpunkt mit dem halbmond-symbol aus. dieser schaltet deinen a360 in den nachtmodus. das display wird nun nicht mehr durch bewegungen aktiviert (sollte der nachtmodus bei dir fehlen, musst du zunächst ein software-update durchführen.

      ich hoffen, ich konnte dir helfen.

  3. Hi Sascha, vielleicht kannst du mir noch mal helfen.wenn ich zu Hause bin dann habe ich sonstige Trainingsindoor an. Aber hab ich mir gedacht was passiert wenn ich diese Training an lasse und den Fitnesstracker Polar A360 aus der Hand ablege. Weißst du was dann passierte? Es hat von allen die Kalorie weiter gerechnet. Warum? Das weiss ich nicht. Gibts dafür auch eine Erklärung?

    1. hallo bibiana, ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das richtig verstehe. die trainingsfunktion ist – wie der name schon sagt – für trainings gedacht. wenn du nicht trainierst, ist die funktion ziemlich sinnfrei, zumal der fitnesstracker ja ohnehin deine generellen aktivitäten z.b. im haushalt erfasst.

      und dass der tracker bei aktivierter trainingsfunktion auch dann kalorien zählt, obwohl du ihn nicht trägst, lässt sich auch leicht erklären. wie soll der tracker denn merken, dass du gar nicht trainierst? es gibt schließlich auch diverse trainingsformen, bei denen du die arme nicht bewegst (z.b. beckenlift oder hover). natürlich kann der tracker derartige aktivitäten nicht erfassen, weil er nur auf bewegung reagiert. kalorien zählt er aber trotzdem weiter. aber frag mich nicht wie. ich habe eher das gefühl, dass er in solchen fällen deutlich zu wenig zählt. schließlich verbraucht man selbst im schlaf kalorien und wenn ich beim core-training nur gut doppelt so viel verbrennen soll, dann wage ich das schon irgendwie zu bezweifeln.

  4. Hallo. Ich nutze den A360 seit 3 Monaten für unterschiedlichste Trainings (Radfahren, Krafttraining, Laufen, Zirkeltraining…) und natürlich in erster Linie als Activity-Tracker.
    Eins ist ganz klar, das Teil ist für ambitionierte Läufer völlig unbrauchbar. Polar kommuniziert das so natürlich nicht. Kein GPS ist ja schon ein K.O. Kriterium.
    Die extreme Ungenauigkeit/Trägheit bei schnellen Pulssteigerungen und vor allem bei raschem Pulsabfall kann ich nur bestätigen. Das scheint ein allgemeines Problem von optischen Pulsmessern zu sein, weil diese ein längers Messinterval haben. Es gibt im Internet einen Test, in dem der Polar A360 und eine Garmin Uhr mit optischer Messung verglichen werden. Die Uhr von Garmin hat dieselben Probleme.
    Bei Trainings ohne große Pulsschwankungen misst der A360 meiner Meinung nach ausreichend gut. Wenn ich es genau wissen will, trage ich den H7 Gurt.
    Der A360 kann übrigens seit Anfang April bei Walken / Laufen auch die Strecke und Tempo messen/schätzen und anzeigen. Allerdings erwartungsgemäß falsch, weil die Messung ja nur über die Beschleunigungssensoren läuft. Bei meinen Trainings ist die "gemessene" Strecke zwischen 12% bis 17% zu hoch. Das neue Feature ist daher auch nutzlos.
    Mein Fazit: Der A360 ist ein schöner, weil schlankes Design, und gut zu tragender Activity/Fittness-Tracker mit Zusatzfeature der Pulsmessung am Arm. Für Läufer unbrauchbar, aber sonst ok, und etwas zu teuer.

    1. seitdem ich den a360 in gebrauch habe, hat polar tatsächlich vieles durch updates verbessert. da ist mal ein kleines testupdate fällig. in den nächsten tagen sollte es soweit sein.

  5. Hallo.
    Ich habe jetzt den Polar A360 seit 3 Tagen.
    2 Dinge bereiten mir Zweifel.
    1. Ich finde der Polar zählt viel zu viele Schritte.
    Ich habe eine Schrittzähler-App (Stepz) in meinem Iphone die ich bislang benutzt habe, da kann man zusehen wie die Schrittzahl sich mit jedem Schritt ändert, also genau Schritt für Schritt zählt während man drauf schaut. Wenn Stepz mir 8000 Schritte anzeigt, zeigt mir das Polar 10000 Schritte an.
    Ich finde das komisch…

    Das andere Problem ist die Synchronisation. Ich würde es gerne mit der App vom Iphone. Apple health synchronisieren. Ich habe das auch versucht, aber was passiert ist, dass es dei Daten vom Telefun und vom Armband einspeist und sozusagen doppelt so viele Schritte zählt.
    So zeigt mir also Stepz 8000 Schritte an, Polar 11 000 und Apple health 20 000 Schritte…
    Sollte Synchronisieren nicht heissen, dass auf beiden Geräten Gleichstand eingestellt wird? (zb auch wenn ich mal das Telefon bei mir habe aber nicht das Armband trage)

    Vielleicht mache ich etwas falsch bei der Synchronisierung…

    Kannst DU mir helfen?

    Herzlich,
    Isabel

    1. Hallo Isabel,
      dass der A360 zu viele Schritte zählt, habe ich ja bereits in meinem Testbericht beschrieben. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass „Schritte“ keine echten Schritte sind. Man muss sich das vielmehr so vorstellen, dass die getätigten Bewegungen in etwa der für einen Schritt benötigten Energie entsprechen. Wenn du z. B. den Abwasch machst, ist das ja zweifellos eine Aktivität, die auch Energie verbraucht. Deine Beine aber sind dabei kaum bis gar nicht in Bewegung. Schritte sind also als Äquivalent zu verstehen. Ich persönlich gebe da deshalb auch nicht viel drum und orientiere mich viel lieber an dem abstrakteren täglichen Aktivitätsziel.

      Ich verstehe allerdings auch nicht, warum du eine iPhone App verwendest, die exakt das tut, was Apple Health ohnehin schon von sich aus tut. Da musst du dich dann auch nicht wundern, dass die Schritte doppelt gezählt werden. Es handelt sich dabei auch um keine Synchronisation, sondern um ein Schreiben von Stepz in Health! Das ist i. d. R. eine kommunikative Einbahnstraße.

      Der A360 zählt ebenfalls deine Schritte, unterm Strich nutzt du also 3 Schrittzähler! Warum? Was willst du damit bezwecken? Wenn du den Polar A360 schon nutzt, dann würde ich dir auch empfehlen, das System Polar Flow zu benutzen. Du kannst die Daten trotzdem in Apple Health schreiben lassen, insgesamt ist Polar Flow aber wesentlich detaillierter. Da siehst du dann ja sogar wann und wie lange du im Sitzen, Stehen oder Liegen verbracht hast. Außerdem kann ein Aktivitätstracker deine tägliche Aktivität natürlich präziser erfassen als ein Smartphone. Das hast du ja schließlich nicht den ganzen Tag über in der Tasche (solltest du zumindest besser nicht haben). Daher würde ich schlicht und ergreifend empfehlen, die überflüssige App Stepz zu löschen und den Aktivitätstracker auch als solchen zu verstehen und zu nutzen.

      Beste Grüße
      Sascha

      1. Lieber Sascha.
        Vielen Dank für deine schnelle Antwort.
        Das mit den Schritten oder dem Äquivalent von Schritten bei anderen Aktionen leuchtet mir ein.
        Dann ist das also doch realisitisch… na um so besser, dann bin ich ja viel aktiver als ich dachte 😉

        3 Apps brauche ich tatsächlich nicht. Ich habe Stepz eigentlich nur benutzt als ich noch kein Armband hatte… es ist halt schön übersichtlich und mit den Farben rot, orange und grün die die Balken je nach Stand des Tagespensums annehmen und den grossen Zahlen sehr motivierend, aber man kann sich ja an eine neue Optik gewöhnen.
        Es stimmt dass die Erfassung der unterschiedlichen Bewegungsarten etc von Polar Flow diese App am interessantesten machen und ich werde dann wohl mich an diese halten.
        Ich hatte mir halt eben von der Apple App versprochen, dass sie eben richtig synchronisiert, also eben nicht doppelt zählt (sie speist übrigens nicht stepz ein sondern addiert Schritte von Apple health und Armband ) , sondern die Daten zusammenfügt, denn ich glaube ich will das Armband vielleicht nicht immer tragen… zB aus modischen Gründen oder wegen einer Arbeit bei der es kaputt gehen kann…
        Dann hat man vielleicht das Handy in der Tasche…
        aber gut, vielleicht geht es halt nicht mit korrekt synchronisieren- dann sollte es aber vielleicht auch nur übertragen heissen oder so… aber naja.

        Man kann sie Zähleinheiten des Telefons manuell löschen, aber das ist ja zu viel Gedöns…

        Ich bin ja auch kein ernsthafter Sportler sondern benutze Schrittzähler nur als Tool zur Motivation, mich genug oder mehr zu bewegen.
        Das funktioniert ganz gut…

        Nochmal vielen Dank und beste Grüsse auch,
        Isabel

  6. Hallo zusammen,
    da ich sicher die einzige unsportlichen hier bin, würde ich trotzdem gerne wissen, wie ich meine Polar A360 morgens vor dem Anlegen auf 0 stellen kann. Ich habe nämlich jeden Morgen schon ca. 450 kcl verbraucht, (laut Display)ohne wirklich aus dem Bett auf zu stehen😀

    1. Hallo Brigitte,
      mir ist dieser Fehler nicht bekannt, von daher kann ich dir dazu nichts sagen. Frag doch mal beim Polar-Support nach, die werden dir sicher weiterhelfen können…

  7. Hallo Brigitte,
    Eigentlich logisch, dass du morgens schon Kalorien verbraucht hast. Der Tracker beginnt den neuen Tag ab 0.00 Uhr und natürlich verbrauchst du Kalorien während des Schlafs. Thema Grundumsatz… den hast du immer, schon nur dafür, dass du den ganzen Tag regungslos im Bett liegst. Im Normalfall zeigt dir der Tracker diesen auch wenn du ihn nicht trägst . Der Grundumsatz wird anhand deiner Größe, Gewicht, Alter in etwa ermittelt. VG ivonne

    1. Grundsätzlich hast du natürlich Recht Ivonne, selbst im Schlaf werden Kalorien verbrannt. Aber, ob Activity Tracker diese Kalorien zählen, wage ich dann doch zu bezweifeln. Ich habe den Polar A360 nicht mehr in Verwendung, kann es also nicht mehr überprüfen, aber ich bin mir relativ sicher, dass er nur sogenannte Aktivitätskalorien zählt. Das von Brigitte beschriebene Phänomen, ist mir jedenfalls nicht aufgefallen. Für die Apple Watch kann ich es auch definitiv ausschließen, hier werden ausschließlich Kalorien gezählt, die aufgrund von Bewegung verbrannt werden.

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