Barefoot Ted: „Der Bruce Wayne des Barfußlaufens“ (Teil I)

Mit dem folgenden Post-Zweiteiler möchte ich euch den legendären Barefood Ted vorstellen. Er ist einer der Protagonisten in Christopher McDougalls Bestseller „Born to Run“ und Teilnehmer am ersten internationalen „Copper Canyon Ultra Marathon“ in Urique (Mexiko), bei dem einige der besten amerikanischen Ultramarathonläufer gegen eine Gruppe der sagenumwobenen RarámuriEine indigene Volksgruppe, die im Nordwesten Mexikos beheima... aus Chihuahua antrat. Inspiriert von Ken Bob Saxton, dem „Godfather of Barefoot Running“, ist Barefoot Ted mittlerweile selbst zu einer Ikone des Natural Runnings geworden.

McDougall beschreibt Ted McDonald – wie Barefoot Ted mit bürgerlichem Namen heißt – als einen ziemlich schrägen Vogel, der seine Mitmenschen aufgrund seines schier endlosen Mitteilungsbedürfnisses bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit führen kann. Ein kurzes Stichwort genügt und der Redeschwall beginnt. Dabei scheint er nicht einmal Luft holen zu müssen. Vermutlich liegt es daran, dass Barefoot Ted das Atemanhalten mal einen Sommer lang im Pool seines Cousins trainierte und es mit einer Zeit von 5:15 Minuten sogar unter die Top 30 der Welt schaffte (Vgl. McDougall, Christopher: Born to RunBestseller-Buch des amerikanischen Journalisten Christopher ..., Pos. 2746).

Nach seiner Studentenzeit, entschied sich Barefoot Ted bewusst für ein Leben in bescheidenen Verhältnissen. „Ich empfinde das als extrem befreiend“, sagte er mal über seinen genügsamen Lebensstil (ebd., Pos. 2735). Das Familienerbe reichte ihm aus, um den Lebensunterhalt für sich und seine Familie zu bestreiten und so blieb ihm genügend Zeit, sich mit Kunst, fremden Kulturen und Philosophie zu beschäftigen oder etwa, um verrückte Ideen zu spinnen. Wie z. B. die, seinen 40. Geburtstag mit einem Ironmen zu zelebrieren (ebd., Pos. 2769).

Doch während er beim Schwimm- und Radtraining voll im Zeitplan lag, bereitete ihm das Laufen rätselhafter Weise immer wieder starke Rückenschmerzen. Auch Check-ups bei Spezialisten vermochten es nicht, Licht ins Dunkel zu bringen. Offensichtlich war mit ihm alles in bester Ordnung und doch traten die Schmerzen immer wieder beim Laufen auf. Ted testete die verrücktesten Schuhtypen, darunter selbst Kangoo Jumps, doch die Rückenschmerzen blieben.

Völlig desillusioniert und frustriert, zog er die Schuhe aus und trat den Heimweg barfuß an. Heureka, das war es, wonach er die ganze Zeit gesucht hatte. Beim Barfußlaufen traten die Schmerzen plötzlich nicht mehr in Erscheinung. Überwältigt von dieser Entdeckung, ließ er seine Schuhe fortan ganz zu Hause (ebd., Pos. 2797). Aus Ted wurde Barefood Ted…

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